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„Brannte nicht unser Herz?“ – Gottesdienste lebendig feiern

„Wir wollen den öffentlichen, nach außen gewandten Charakter des Gottesdienstes neu zur Geltung kommen lassen. Dafür wollen wir an seiner Qualität, an der Anmut und dem Glanz unserer Gottesdienste arbeiten. Dass Gottesdienste zum Lob Gottes gefeiert werden, dass sie Glauben wecken und im Glauben stärken, soll neu zum Bewusstsein kommen.“

So äußerte sich der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber auf dem Zukunftskongress in Wittenberg im Januar 2007. Die Zukunft der Kirche soll also davon bestimmt sein, den Gottesdienst als Herzschlag der Gemeinde, als Impulsgeber und Kennzeichen kirchlichen Lebens ganz neu in den Blick zu nehmen.

In vielen Gemeinden der hannoverschen Landeskirche geschieht das schon längst: Die Gottesdienste sind lebendig, Glaube wird sichtbar und erfahrbar, Menschen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen feiern miteinander, Menschen fühlen sich eingeladen, diese Gottesdienste nicht nur zu besuchen, sondern sie auch aktiv mitzugestalten.

In anderen Gemeinden besteht eine große Sehnsucht nach eben solchen Gottesdiensten. Sie wollen sich auf den Weg machen und Konzepte entwickeln, die zu lebendigen Gottesdiensten führen. Für diese Gemeinden bietet das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers im Michaeliskloster Hildesheim, gefördert durch die Hanns-Lilje-Stiftung und die Klosterkammer, im Jahr 2008 eine Wegbegleitung.

In einem knapp einjährigen Beratungsprozess wollen wir Gemeinden dabei unterstützen, Konzepte für Gottesdienste zu entwickeln und umzusetzen, die



  • ein klares theologisches Profil haben,
  • über missionarische Ausstrahlungskraft und
  • gesellschaftlich-kulturelle Offenheit verfügen,
  • mit musikalisch ansprechenden Elementen gestaltet werden und
  • die mit Gespür für Ästhetik dramaturgisch durchdacht inszeniert sind. 

Machen Sie sich mit uns auf den Weg und bewerben Sie sich!


Wer kann sich bewerben?



  • Bewerben können Sie sich mit Ihrer Gemeinde, wenn Sie ein besonderes Konzept entweder für den „normalen“ Gottesdienst am Sonntagmorgen oder für einen Gottesdienst des sogenannten „zweiten Programms“ z.B. am Sonntagabend, für eine bestimmte Zielgruppe, mit speziellen Themen usw. erarbeiten und im zweiten Halbjahr 2008 feiern wollen. Schön wäre es, wenn Sie bereits eine Konzept-Idee haben, die im Beratungsprozess aufgenommen und weiter ausgearbeitet werden kann.
  • Sie können sich auch mit Ihrer Gemeinde bewerben, wenn Sie schon Gottesdienste mit einem besonderen Konzept feiern und dieses weiterentwickeln möchten, bzw. sich noch Hilfen und Tipps für die Feier Ihres Gottesdienstes wünschen.
  • Herzlich willkommen sind neben den Ortsgemeinden auch Zusammenschlüsse von Gemeinden, die in ihrer Region ein besonderes Gottesdienstformat entwickeln und Hilfe hinsichtlich des Konzepts aber auch der Öffentlichkeitsarbeit usw. benötigen.

Was erwartet die teilnehmenden Gemeinden?



  • Sie bereiten die geplanten Gottesdienste im Team von Haupt- und Ehrenamtlichen vor. Zwei bis drei Vertreterinnen und Vertreter dieser Teams nehmen bei den Workshops in Hildesheim teil.
  • Sie lassen sich auf die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ein. Ideen und Erfahrungen werden geteilt und ausgetauscht, so dass ein Netzwerk entsteht, in dem Probleme und Fragen geklärt, Neues erdacht und ausprobiert werden kann.
  • Sie haben Freude daran, das theologische und spirituelle Profil Ihrer Ideen und Konzepte sowie die Art und Weise ihrer Gestaltung zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
  • Sie haben Lust daran, mit Referentinnen und Referenten aus Kunst, Kirche und Kultur zusammenzuarbeiten.
  • Sie sind offen für Neues und haben Spaß daran, das mit den Traditionen und Bedürfnissen vor Ort zu verbinden.

Wie sieht der Prozess aus?


Drei Workshops in Hildesheim: Hier wird zusammen mit Referentinnen und Referenten an der Ausgestaltung und Umsetzung der eigenen Gottesdienstkonzeptionen gearbeitet. Dabei beraten und begleiten nicht nur die Referentinnen und Referenten, sondern auch die anderen Gemeinden, die sich mit ihren Erfahrungen einbringen. Während des ersten Workshop-Wochenendes wird Raum sein, für die Vorstellung der Gemeinden mit ihren Konzepten und Ideen, so dass für die zwei weiteren Workshops ein Programm zusammengestellt werden kann, das den jeweiligen Bedürfnissen der teilnehmenden Gemeinden entspricht.

Beratung vor Ort:
Es ist auch möglich, dass Referentinnen und Referenten die Gemeinden besuchen, um die Umsetzung einzelner Ideen vor Ort entwickeln zu können.

Finanzielle Unterstützung:
Für die Umsetzung von im Beratungsprozess entwickelten Ideen können Fördermittel bis zu 1000,00 Euro bereitgestellt werden.


Mit wem werden die teilnehmenden Gemeinden arbeiten?

Für die verschiedenen „Ebenen“ des Gottesdienstes helfen Choachingpartner/innen aus dem Michaeliskloster und darüber hinaus bei der Qualifizierung: für Sprache, Musik, Szenen, Ausdruckskraft, Präsenz, Liturgie, Dramaturgie, Inszenierung, Licht, Öffentlichkeitsarbeit etc.



  • Sprache: Heinz Kattner (Schriftsteller und Lektor), Jan von Lingen (Rundfunkpastor); Jochen Arnold (Direktor des Michaelisklosters); Dorothee Schwarz (Moderatorin bei NDR 1);
  • Homiletik: Dr. Nicola Wendebourg (Studiendirektorin des Predigerseminars Celle), Dorothee Schwarz (Moderatorin bei NDR 1);
  • Licht: Kay-Stephan Rettig (Regisseur);
  • Inszenierung / Dramaturgie: Fritz Baltruweit (Michaeliskloster); Kay-Stephan Rettig (Regisseur); Andrea Kuhlmann (Mediengestalterin Bild und Ton);
  • Öffentlichkeitsarbeit und Organisation: Eberhard Blanke (Öffentlichkeitsarbeiter im Sprengel Hildesheim-Göttingen), Dirk Stelter (Ökumene-Referent der Landeskirche / ehemals Pressereferent des EXPO-Christus-Pavillons), Ralf Tyra (Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung);
  • Musik: Hans-Joachim Rolf, Wolfgang Teichmann, Dr. Jochen Arnold (alle Michaeliskloster), Lothar Krist (Musikredakteur bei NDR 1), Initiative Jazz-Rock-Pop in der Kirche;
  • Gospel: Christine Hamburger, Joachim Dierks (beide Gospelkirche), Wolfgang Teichmann (Michaeliskloster);
  • Theologische Konzeption: Dr. Jochen Arnold (Direktor des Michaelisklosters), Dr. Hans Christian Brandy (Kuratoriumsvorsitzender des Michaelisklosters);
  • Liturgische Präsenz: Christine Tergau-Harms (Michaeliskloster), Thomas Hirsch-Hüffell (Schauspieler / Gottesdienstarbeitsstelle Nordelbien);
  • Liturgische Formen und Konkretionen: Fritz Baltruweit, Dr. Jochen Arnold beide Michaeliskloster), Dr. Nicola Wendebourg (Studiendirektorin des Predigerseminars Celle);
  • Film und Kunst: Dr. Julia Helmke (Film- und Kunstreferentin der Landeskirche, Haus kirchlicher Dienste);
  • Theater: Martin G. Kunze (Schauspieler);
  • Tanz: Christliche Arbeitsgemeinschaft Tanz;
  • Ökumene: Dirk Stelter (Ökumene-Referent der Landeskirche, Haus kirchlicher Dienste), Fritz Baltruweit (Michaeliskloster).

Termine und Organisatorisches


Bewerbung:
Nutzen Sie bitte den Bewerbungsbogen.
Senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 1. November 2007 an:

Michaeliskloster Hildesheim
Evangelisches Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik
Hinter der Michaeliskirche 3
31134 Hildesheim

Auswahl und Benachrichtigung der Gemeinden:
Die Gemeinden/Regionen werden im November/Dezember 2007 ausgewählt und bis Weihnachten benachrichtigt.

Termine:
Workshops im Michaeliskloster:
I: 18./19. Januar 2008
II: 15./16. Mai 2008
III: 23./24. September 2008

Kosten:
50 € pro Workshop pro Gemeinde plus Fahrtkosten.

Dokumentation der durchgeführten Projekte:
Ende 2008 entsteht eine Broschüre, in der die Erfahrungen der teilnehmenden Gemeinden zusammengestellt sind sowie einzelne Gottesdienstentwürfe dargestellt werden.

Fragen
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Stefanie Wöhrle
Michaeliskloster Hildesheim
Evangelisches Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik
Hinter der Michaeliskirche 3
31134 Hildesheim
Tel. 05121-6971-585; Fax 05121-6971-555
stefanie.woehrle@michaeliskloster.de

Weitere Informationen finden sie hier >>